BELUS Mini-Gärtner

Anbau auf kleinstem Raum

Aquaponics

Was ist Aquaponics?

Ein weiterer Schritt nach der Hydroponics!

 

Während wir bei der Hydroponics bereits vollkommen nach biologischen und ökologischen Gesichtspunkten den Anbau ohne Erde und Krankheiten betreiben, bilden wir mit der Aquaponics einen symbiotischen Kreislauf mit einem weiteren Gesichtspunkt - der Nachhaltigkeit.

 

Anstatt wie in der Hydroponics üblich, auf Mineralstoffe und flüssige NPK Dünger zurückzugreifen, greift die Aquaponics auf die biologischen Ausscheidungen der Fischzucht zurück. Um es mit einfachen Worten zu beschreiben:

 

Die Fische bekommen Nahrung, diese wird verdaut und ausgeschieden, was zur Verschlechterung der Wasserqualität führt, zumindest für die Fische. Der Wasserkreislauf (wird bei Hydroponics als Nährstofflösung bezeichnet) wird mit einer kleinen Pumpe zu den Wurzeln der angebauten Pflanzen geführt. Diese entziehen ihm sämtliche Nährstoffe auf das so gesehen für die Fische gefiltertes Wasser zurückfließt. Deswegen bezeichnet man diese Anbauvariante auch als Symbiose zwischen Fisch und Pflanze.

 

Als Beispiel

Mein Vater hatte ein Aquarium mit teuren Wildfängen und immer wenn der Nitratwert zu hoch stieg, nahmen wir das Aquariumwasser für die Tomaten auf dem Balkon. Ab 1986 baute er eine Pflanzenrinne über das Aquarium und ließ das Aquariumwasser durch die Pflanzenrinne laufen - die Pflanzen entzogen dem Aquariumwasser den Nitrat und die Fische hatten ein wunderbares Wasser. 

 

Fischfutter 

Normalerweise könnte man das Fischfutter im folgenden Jahr durch die Verarbeitung verschiedener Pflanzenreste selber herstellen, allerdings gibt es darüber noch keine Informationen. Ein Selbstversuch ist wohl unumgänglich.

 

Die Vorteile der Aquaponics

  • Anschaffung von Düngern und Mineralien fällt weg, das ist wirklich BIO und kein pseudo.
  • Anhand des Nitratwertes sehen Sie, ob mehr Pflanzen versorgt werden können oder die Fische fassten müssen.
  • Mehr Ertrag bei sinkenden Kosten, einmalige Anschaffung und nachhaltige Fischzucht.
  • Geringer Energieverbrauch, Energiegewinnung bei Inbetriebnahme von kleinen Solar-Insel-Lösungen.
  • auch auf belasteten Böden realisierbar und in die Höhe erweiterbar.
  • Kombinierbar mit einem bereits laufenden hydroponischem System.

 

Nachteile gegenüber der Hydroponics

  • Anfangs kann man die vorhandenen Tröpfchen-Tests verbrauchen, sollte aber je nach Größenordnung der Anlage
       auf digitale Messgeräte zurückgreifen, da eine konstante Wasserprüfung stattzufinden hat
  • Kenntnisse über die Fischzucht und das Wissen über den artgerechten Umgang muss sichergestellt sein

 

Das Projekt

Gerne würde ich Ihnen mehr über die Aquaponics berichten und mit schönen Fotos präsentieren, doch leider ist das uns zur Verfügung gestellte Grundstück noch nicht nutzbar. 

 

Sie benötigen folgendes Material aus dem Baumarkt/Gartenbedarf/Internet-Store:

  • Wassercontainer oder vergleichbares Gefäß zur Fischzucht von ca. 500 bis 1.000 Liter als Einstiegsvariante.
  • Regelheizstab (zur Wassererwärmung, je nach dem, welche Fische gezüchtet werden).
  • Membranpumpe (zur besseren Sauerstoffanreicherung des Wassers).
  • Pumpe/Tauchpumpe (12 Volt bei Solarbetrieb und mindestens 300 Liter/h).