BELUS Mini-Gärtner

Anbau auf kleinstem Raum

Wasseranalyse bei aquaponischen Anlagen 

Es gibt, so glaube ich, bei der Verwendung einer aquaponischen Anlage nichts wichtigeres, als die Beobachtung der Wasserqualität.

 

Wassertest-Koffer von Tetra

Neben verschiedenen Streifen- und Tröpfchentests, womit man bei kleinen Anlagen sicherlich noch gut zurecht kommen kann, lohnt sich hingegen bei größeren Anlagen und Fischzuchtbecken die Anschaffung von digitalen Testgeräten. Dort kann man auf einem Blick sofort den Zustand des Wassers ablesen und protokollieren, anstatt mehrere Teststreifen und Tropfchentests vornehmen zu müssen. Dazu kommen Sie ohnehin, da noch nicht für alle Wasserwerte die Möglichkeit der digitalen Messung möglich ist oder diese Geräte unerschwinglich erscheinen.

 

Aufbauend zu den wichtigen Wassertests aus der Hydroponics finden bei der Aquaponics noch weitere Tests ihre Berechtigung: 

 

NH3-NH4 - Ammoniak -Die erste Stufe im Abbauprozess für organische stickstoffhaltige Substanzen wie Fischkot, Futter- und Pflanzenreste bildet das für Fische giftige Ammoniak (NH3) bzw. das ungiftige Ammonium NH4+). Über den pH-Wert stehen beide Formen (Ammonium/Ammoniak) im Gleichgewicht.

Es gilt: Hoher pH-Wert (>8,5) mehr giftiges Ammoniak, niedriger pH-Wert (<7,5) mehr ungiftiges Ammonium.

 

Innenansicht des Wassertest-Koffer von Tetra

Fe - Eisen - Neben Nitrat und Phosphat sind auch Spurenelemente wie Eisen lebenswichtige Nährstoffe für ein gesundes Wasserpflanzenwachstum. Eisen fördert die Bildung von Chlorophyll (Blattgrün). Die Eisenkonzentration in Ihrem Aquarium sollte zwischen 0,25 und 0,5 mg/l liegen - ein Wert, der für alle Wasserpflanzen gut geeignet ist. Ein Eisenwert unter 0,1mg/l kann langfristig dazu führen, dass die Pflanzen nicht mehr wachsen und die Blätter gelb werden. In der Aquaponics muss der Fe-Wert im Auge behalten und notfalls speziell Fe nachgedüngt werden. Besteht über einen längeren Zeitraum Bedarf an Fe-Dünger, hängen Sie ein paar unbehandelte Eisennägel in das Fischbecken oder in den Grobfilter.

 

PO4 - In natürlichen Gewässern kommt Phosphat nur in sehr geringen Mengen vor. Organische, phosphathaltige Substanzen, wie Fischreste, Futterreste und abgelagerte Pflanzenreste, werden durch spezifische Mikroorganismen zu Phosphat abgebaut. Phosphat ist ein wichtiger Pflanzennährstoff, der sich kontinuierlich anreichert. Zu hohe Phosphatgehalte können jedoch in Verbindung mit hohen Nitratwerten zu unerwünschtem Algenwachstum führen. Der Phosphat-Gehalt im Aquariumwasser sollte so gering wie möglich sein, möglichst kleiner als 2 mg/l.