BELUS Mini-Gärtner

Anbau auf kleinstem Raum

Tabak

Von der Tabak-Pflanze (Nicotiana) werden lediglich die Blätter zur Herstellung von Tabak verwendet. In Deutschland, so habe ich gelesen, darf man als private Person, für die Eigennutzung, maximal 90 Pflanzen anbauen. Bis dato war mir nicht bekannt, das es auch hierzu eine Regulierung gab. Da ich ohnehin nur fünf Pflanzen testen möchte, und der Platz für mehr ohnehin nicht vorhanden ist, werde ich wohl keine Probleme bekommen.


Pflanzenfamilie

Nachtschattengewächs (Solanaceae)

Bodenbeschaffenheit

Anzuchterde für die Stecklinge, anschließend in ausgelaugte Anbauerde setzen. Die Erde darf maximal eine Gründüngung erfahren haben, damit der Nikotingehalt nicht zu hoch wird. Auch mit der Düngung sollte sehr vorsichtig umgegangen werden. Hierzu folgt noch eine genauere Beschreibung!

Aussaat & Ernte

Aussaat in Anzuchterde, als Stecklinge ausgesetzt. Blüten werden abgeschnitten (geköpft), damit die Inhaltsstoffe den Blättern zugeführt werden. Lediglich zur Saatgutproduktion belässt man die Blüten an der Pflanze. Nach 70 bis 130 Tagen werden die untersten Blätter geerntet, wenn diese gelblich werden. Einige Tage später folgen weitere Blätter, sofern diese sich bereits gelblich verfärbten. An Schnüren werden die Blätter vor Sonnenlicht geschützt aufgehängt und in 2 bis 3 Monaten getrocknet. Eine gewisse Luftzirkulation sollte vorhanden sein.

Nikotingehalt

Die unteren Blätter sind milder, während die oberen Blätter extrem und intensiv werden. Daher bietet sich eine Mischung der ganzen Blätter an, um einen einheitlichen Nikotingehalt zu erlangen.

Fermentierung

Unter der Fermentation des Tabaks wird ein Gärungsprozess verstanden, der die getrockneten Tabakblätter in einen lager- und verbrauchsfähigen Zustand bringen soll. Vorstellen sollte man sich dies wie bei einem Komposthaufen. Bei der Fermentation setzen sich chemische und enzymatische Prozesse fort, die bei der Reife des Blattes beginnen und in der Trocknung weitergehen. Die Fermentation führt zum Abbau unerwünschter Eiweißstoffe und Pflanzenschutzmittelreste, dient dem Farbausgleich und der Verminderung von Nikotin und Rauchkondensat und fördert die Aromabildung.

Die Naturfermentation stellt die älteste Fermentationsmethode dar. Dabei werden die Tabak-Büschel zu Stapeln bzw. Stöcken zusammengesetzt. Im Verlauf der Fermentation sinkt der Stock zusammen. Die Erwärmung des Tabakstapels setzt bereits nach wenigen Tagen ein. Damit es nicht zu heiß wird, sollte der Stapel zwischen fünf und sechs Umsetzungen erfahren. Dies entspricht je nach Stapelgröße einer Fermentationsdauer von drei bis fünf Monaten.

Nach dem Gärungs- und Fermentationsprozess wird der Tabak im Frühjahr auf sogenannte Kühlbänke gesetzt. Die Tabake kühlen dabei aus und verlieren an Feuchtigkeit. Der Tabak erfährt auf den Kühlbänken darüber hinaus eine sogenannte Nachreife und ist erst nach völliger Auskühlung und einer Feuchtigkeit von 16 bis 18 % verpackungsfähig.

Mineralien & Vitamine  

Nicotin, Alkaloid, Ammonium, Cellulose, Protein, Naturharz, Pflanzenwachs, Stärke, Zucker, Gerbsäure, Apfelsäure, Zitronensäure, Oxalsäure, Nitrat, Kalium, Natrium, Calzium, Magnesium, Eisen, Chlor

Mini-Blog

09.12.2015 Das Saatgut befindet sich derzeit noch in Papierumschlägen im Kühlschrank zur Aufbewahrung. Im Frühjahr werden die ersten Setzlinge gezogen.

11.06.2017 Für die Tabakpflanze scheine ich kein Händchen zu haben. Auch diese Saison sind die Setzlinge nichts geworden. Eventuell sollte ich das Saatgut tauschen, und eine andere Sorte ausprobieren.