BELUS Mini-Gärtner

Anbau auf kleinstem Raum

Aussaat- und Kräutererde von Neudorff

Vernünftige Erde 

Wer pflanzen will, braucht Erde. Und nicht jede Erde ist die richtige Erde für alles, dass mussten wir bitter erfahren. Wer schon einmal versucht hat, Möhren in Blumenerde zu sähen wird etwas festgestellt haben, nämlich das es nicht wächst, oder aber nachdem die ersten kleinen grünen Halme sichtbar waren, nicht weiter wächst, oder gar eingeht. Diese Erfahrung brachte die Frage mit sich: Warum klappte das nicht? Woran lag es? Dann kam die Forschung und hier die Antwort:

 

Tomaten- und Gemüseerde von Neudorff

Nicht jede Erde hat die gleichen Nährstoffe wie die Andere. Ähnlich erklärt und beobachtet in der Natur: warum wachsen Pilze im Schatten unter Bäumen, dort aber nicht die bunten Blumen?

Natürlich, es liegt an der Sonne, denkt man sich, zum Teil sicher richtig,  aber es liegt auch an den Nährstoffen im Boden, der Feuchtigkeit und der Dichte! Der Pilz benötigt anderen Boden als die Blume. In der Natur gibt es viel Erde, und je nach Lage und Beschaffenheit haben sich darin andere Nährstoffe angesammelt, oder sie hat eine andere Konsistenz, etwa wie Erde am Fuße von Kratern, zum Vergleich mit einem Wald.

Unsere Erde setzten wir aus einem Teil Pflanzenerde, einem Teil Anzuchterde und einem Teil Mutterboden zusammen. Bei der Wahl des Mutterbodens kann man bei Baustellen auf die schöne braune Erde zurückgreifen oder bei einem netten Landwirt um ein paar Eimer seines Bodens bitten. Jedoch sollte man sich sicher sein, das die Muttererde unbelastet ist - schließlich möchten Sie die Erträge noch verzehren.

Um die nun gemischte Erde weiter aufzulockern geben wir dem Gemisch noch einen Sack Sandkastensand hinzu. Bei der Verwendung der Erde für Bäumchen und Sträucher, können wir noch eine kleine Portion Langzeitdünger untermischen. Wir mischen nun unsere Erde damit wir einen breiteren Einsatzspektrum erreichen. Das Geheimnis der perfekten Anbau-Erde wird von den Anbaubetrieben gehütet wie ein Schatz oder eine Schokoladenrezeptur.

Pflanzerde von Neudorff


Warum mischen wir unsere Erde?

Im Vergleich zur Landwirtschaft verfügen Fensterbänke und Balkone über keine großen Massen von Erde. Während die Landwirte eine Einseitige Bepflanzung umgehen müssen und nicht die selbe Pflanzenfamilie auf einem Feld immer wieder anbauen können, können wir einen Vorteil daraus ziehen, mit wenig Erde auszukommen.

In der Landwirtschaft entstehen Krankheiten und Pilze, die die Aussaat zerstören kann. Hier spricht man auch von einer Monokultur. Diese entstehen dann, wenn dem Boden auf Grund der selben Pflanzenfamilie, immer die gleichen Nährstoffe entzogen werden. Dies kann auch in einem Blumenkasten geschehen, wenn Sie jedes Jahr nur eine Pflanze der gleichen Familie anpflanzen.

Um dies zu umgehen, mischen wir einmal im Jahr die gesamte Erde und lockern diese gleichzeitig auf, geben Hornspäne und natürlichen Langzeitdünger unter. Dies geht natürlich nur bei Blumenkästen und Kübeln, in denen sich keine Pflanzen befinden. Somit umgehen wir die Gefahr einer einseitigen Nährstoffentnahme und dem begünstigen von Krankheitserregern.

Wenn Ihnen die Möglichkeit zur Verfügung steht an Lehm zu gelangen, mischen Sie auch einen Eimer natürlichen Wasserspeicher unter die Erde.

 

Billige Erde

Lassen Sie die Finger von günstiger Erde. Wir haben bereits so viele gekauft, getestet und feststellen müssen, das neben Glassplittern und PVC-Folien die Erde zunehmend aus Fasern bestand aber keine Erde wie man sich diese vorstellen mag. Sparen Sie sich dieses Lehrgeld und investieren Sie lieber gleich in hochwertige Produkte, die zudem einen Namen zu verlieren hätten.

 

Die Erde lebt

Ihre Anbau-Erde muss auch gegossen werden, wenn sich keine Pflanzen darin befinden. Vor allem über den Winter, sterben die Organismen in der Erde ab, wenn diese austrocknet. Getrocknete Erde lässt sich nur schwer wieder regenerieren und mit Leben füllen.

Auch muss die Pflanze im Winter gegossen werden. Nicht nur die Erde benötigt Wasser, auch die Pflanze kann über den Winter austrocknen. Wenn die Temperaturen nicht unter 2° C fallen, kann auch im Winter gegossen werden.

 

Torffreie Erde

Zur Verwendung kommt lediglich torffreie Erde um dem Umwelt– und Artenschutz gerecht zu werden. Ohne zu wissen, tragen viele oft unwissend dazu bei, das unersetzliche Moorlandschaften verloren gehen. Torf befand sich in der Erde, weil dieser für eine gute Sauerstoffdurchlässigkeit im Boden sorgte. Um dieses Defizit zu umgehen wurde torffreier Erde bereits Sand, Baumrinde und Hanffasern beigemischt.

 

Nun sollte die Erde für einen prächtigen Wachstum sorgen können. Wenn die Erde jedoch bereits verwendet wurde, kann etwas Dünger für neuen Wind sorgen. Diesbezüglich behandeln wir im folgenden Beitrag die Langzeit- und Flüssigdünger