BELUS Mini-Gärtner

Anbau auf kleinstem Raum

Die biologische Art zu düngen - Gründüngung 

Auch eine Möglichkeit - Aussaat einer Gründüngung

Auf Grund einiger Anfragen konsultierten wir unseren Biogärtner, der über das Interesse unserer Leser sehr erfreut war.  Um den Text jedoch verdaulich zu halten, umschrieben wir - wie üblich - mögliche Fachbegriffe.

So sollte es nicht sein

In der Landwirtschaft werden jährlich Unmengen von Tonnen Mist auf die Felder geschüttet, damit der Boden Nährstoffreich bleibt und mit einem guten Ertrag zu rechnen ist. Wie wir bislang wissen, belastet diese übermäßige Düngung nicht nur das Grundwasser.

In Deutschland werden ebenfalls Millionen Tonnen Grasschnitt in braune Tonnen entsorgt, die von den Betreibern, sofern sie Intelligent genug sind, zu Humusreichen Boden verarbeitet und in schönen Säcken verpackt als Blumen- oder Pflanzerde verkauft werden.

Die Kunst des guten Bodens

Alles was Sie als Ernte aus dem Boden nehmen, muss in irgendeiner Form wieder zurückgegeben werden, damit der Boden gesund und ertragreich bleibt. Viele kaufen Dünger, wenige biologischen Dünger und ganz wenige greifen auf die Gründüngung zurück. Wobei die Gründüngung von allen Biogärtnern bevorzugt wird, hat sie noch nicht in die Haushalte gefunden.

Doch ist das gerade die richtige Form der Düngung und kostet nicht einmal Geld. Verwenden Sie lediglich Ihren Grasschnitt und füllen Sie nach jeder Ernte den Kübel damit auf (Blumenkästen und Pflanzkübel ebenfalls). Fragen Sie den Hausmeister oder die Grünflächenpfleger während des Rasenschnitts nach einer Ladung des Rasenmähers, bevor dieser in der braunen Tonne verschwindet, wird man Ihnen gerne eine Ladung abgeben - so unsere Erfahrung (Zu 100% werden Sie gefragt, was sie damit anfangen wollen).

Sehr gut geeignet ist Pferdemist. Fragen Sie einen Pferdebsitzer nach einer saftigen Ausscheidung seines Pferdes und mischen Sie es unter die Erde (Empfehlenswert bei Eigentum oder Einfamilienhäusern).

Töten Sie niemals Regenwürmer und sorgen Sie dafür, dass mindestens 2-3 in jedem Blumenkasten, 2-4 in jedem Blumenkübel und 3-5 in jedem Hochbeet vorhanden sind. Die Vorteile von Regenwürmern sprechen für sich und sind essenziell wichtig für jeden Boden.

Nicht nur der Rasenschnitt kann für eine Gründüngung verwendet werden! Hornspäne, Kompost, Mist und spezielle Pflanzenteile wie z.B. Rizinus, Brennessel und Nutzhanf können Sie ebenfalls als organische Düngung mit unter die Erde mischen. Die grünen Blätter der Buschbohne beispielsweise produzieren ihren eigenen Stickstoff und sollten nach der Ernte nicht entsorgt, sondern unter die Erde gemischt werden.


In der Landwirtschaft wird, sofern von dem Landwirt angewendet, alle vier Jahre eine Gründüngung vollzogen. Sie haben die Möglichkeit, diese nach jeder Ernte und ohne Kosten durchzuführen. Nehmen Sie von dieser Möglichkeit Gebrauch, die Erde wird mit jeder Ernte und Gründüngung nur noch besser als zuvor. Sie werden eine Steigerung der Erträge und des Geschmacks feststellen. Und das ist ein versprechen unseres Biogärtners!

In gut sortierten Baumärkten mit Gartenbedarf finden sich auch bereits verpackte Saatgutmischungen für eine Gründüngung. Diese wird in dieser Saison (2016) in einem Blumenkasten ausprobiert. Bereits nach wenigen Tagen, werden die ersten Pflänzchen sichtbar.


Falls noch nicht von Ihnen gelesen, finden Sie unter dem Beitrag "Aufwertung des Bodens" weitere nützliche Hinweise für einen noch besseren und biologischeren Boden.